Renate Koschinski
Baden / Österreich

Nach 33 Jahren Zöliakie in Medjugorje geheilt

Meine gesundheitlichen Probleme begannen im Jahr 1983. Ich war in Mexiko und bekam dort eine fürchterliche Darminfektion. Während normalerweise solche Probleme nach einiger Zeit abklingen, gab es für mich jedoch keine Besserung. Von nun an litt ich immer wieder an dieser Darmentzündung mit schweren und schmerzhaften Durchfällen, die mich sehr belasteten.

Im Krankenhaus konnte man mir auch nicht wirklich helfen. Man vermutete, dass es sich bei meinen Problemen um Morbus Crohn handeln würde, das ist eine chronisch-entzündliche Darmkrankheit, die der Körper als Autoimmunreaktion selbst auslöst. Diese chronische Darmentzündung gilt als nicht heilbar. Meine Darmflora war durch die ständigen Durchfälle schon sehr zerstört und ich hatte permanent Darmblutungen.

Im März 2010 unterzog ich mich während einer Kur in Gröbming in der Steiermark, einem großen Unverträglichkeitstest. Daraufhin diagnostizierte man bei mir erstmals Zöliakie. Ich musste seit dieser Zeit eine strenge Diät halten und wurde medikamentös behandelt. Da aber meine Darmflora schon so stark angegriffen war, änderte sich an meinem chronisch schlechten und schmerzhaften Gesundheitszustand nichts. Die Krankheit war nach all den Jahren ein Teil von mir geworden.

Besonders das Jahr 2016 war für mich furchtbar.

Als im Mai 2016 wieder einmal eine Pilgerreise nach Medjugorje geplant war, meldete ich mich an, wie schon so oft zuvor. Auf dieser Reise begleitete uns Pater Ubald, ein katholischer Priester aus Ruanda (Zentral-Afrika). Er hielt in Medjugorje einen Heilungsgottesdienst und lud uns alle ein, daran teilzunehmen. Dabei spendete er jedem von uns mit der Monstranz einen Einzelsegen und am Ende der Feier begann er plötzlich zu uns zu sprechen, und zwar so: „Hier ist ein Mann, der schon lange an Prostata-Krebs leidet, er braucht keine Angst zu haben, Jesus hat ihn heute geheilt“. Dann fuhr er fort: „Hier ist eine Frau, die nur mehr eine Niere hat und diese Niere ist krank und sie wartet auf eine Spenderniere. Sie braucht nicht mehr zu warten, denn Jesus hat ihre Niere geheilt….“ Und unter anderem sagte er: „Hier ist eine Frau, der die Ärzte gesagt haben, dass sie dies und jenes nicht essen darf. Sie kann alles essen, Jesus hat sie geheilt!“ Als ich das hörte, habe ich mich stark betroffen gefühlt. Ich schrie förmlich zu Gott, Er möge mich das sein lassen! 

Am Ende seiner Ausführungen hat uns dieser Priester dann aufgefordert zum Altar hinauszukommen, um Zeugnis zu geben, wenn wir uns betroffen fühlten von dem, was er gesagt hatte. Doch ich hatte plötzlich Hemmungen. Denn Pater Ubald hatte mich ja nicht namentlich genannt, er sprach von „einer Frau“ und hier waren viele anwesend. So blieb ich auf meinem Platz.  Es gingen einige Leute hinaus und unter ihnen auch eine Frau, die erzählte, dass sie dies und jenes nicht essen dürfe und große Verdauungsprobleme hätte. Da unterbrach sie der Priester und fragte sie, ob sie das aus Erfahrung wisse oder ob es ihr die  Ärzte gesagt hätten. Sie antwortete ihm, dass sie das aus Erfahrung wisse. Daraufhin  sagte der Priester zu ihr, dass nicht sie es sei, die geheilt worden ist, und sie kehrte auf ihren Platz zurück. Da spürte ich einen starken Impuls, zum Altar hinauszugehen. Ich gab diesem Impuls nach und sagte: „Ich weiß zwar nicht, ob ich geheilt worden bin, da ich schon seit Jahren eine strenge Diät halten muss und ich daher jegliche Gluten-haltige Nahrung meide". Aber ich versprach, gleich am selben Abend, nach meiner Rückkehr ins Hotel, Brot und Mehlspeisen zu essen, denn jetzt wollte ich es genau wissen. Nachdem ich gesagt hatte, „denn jetzt möchte ich es selber wissen!“, kam Pater Ubald auf mich zu, umfasste meinen rechten Arm, blickte mir in die Augen und sagte: „JESUS HAT DICH GEHEILT!“ Ich war wie elektrisiert und ging wankenden Schrittes auf meinen Platz zurück. Im Hotel angekommen, gab es Nudelsuppe, panierte Schnitzel usw. Da wurde mir bewusst, dass ich jetzt die Nudeln nicht mehr aus der Suppe entfernen sollte. Erste Ängste kamen in mir hoch. Wenn ich nach dem Essen Krämpfe bekommen sollte, dann würde ich der Reiseleitung Probleme bereiten, falls ich ins Spital müsste. Ich war nervös. Aber der Priester hat doch gesagt: „JESUS HAT DICH GEHEILT!“ und das hat er vom Altar aus gesagt mit der Muttergottes im Hintergrund. Also, was willst Du mehr, jetzt ist Dein Glaube gefragt! So dachte ich und fing zögernd an, alles zu essen, was uns serviert wurde. Und nichts von dem, was ich befürchtet hatte, ist eingetreten.

Seit diesem Tag im Mai 2016 kann ich alles essen, ohne Darmblutungen zu bekommen. Ich glaube jetzt daran, dass ich durch die Gnade Gottes geheilt worden bin, denn ich habe seitdem keine einschlägigen Medikamente mehr genommen. Für mich ist das ein ganz großes Wunder. Gott ist groß und er sendet seine Mutter, um uns Seine Liebe erfahren zu lassen.

Den medizinischen Beweis für meine Heilung von der Zöliakie erbrachte erst kürzlich ein sechswöchiger Aufenthalt im Rehabilitations-Zentrum in Gröbming, nachdem ich im Oktober 2020 durch einen Sturz einen Wirbelbruch erlitten hatte. Ich hatte dort die ganze Zeit als Nahrung Getreide- und Vollkornprodukte bekommen und die medizinischen Untersuchungsergebnisse waren trotzdem alle negativ. „Zufällig“ befindet sich im selben Ort auch jenes Kurhaus, in dem ich im Jahr 2010 auf Zöliakie diagnostiziert worden bin.

 

 

Anmerkung

Pater Ubald stammte aus Ruanda. Im Jahr 1963 wurden sein Vater und sein Onkel von radikalen Hutus ermordet. Das war ein Auslöser, dass er sich später in seinem priesterlichen Dienst sehr für Vergebung und Versöhnung eingesetzt hatte. Als dann im Jahr 1994 während des Genozids an den Tutsi insgesamt 85 Mitglieder aus seiner Familie, einschließlich seiner Mutter, getötet wurden, war er nochmals bereit, den Mördern seiner Verwandten zu vergeben. Sein vorgelebtes Beispiel und sein priesterliches Wirken führten zu einer ungeahnten Welle der Versöhnung zwischen den Opfern und Tätern in Ruanda. Im Rahmen seiner Versöhnungsfeiern und Gottesdienste kam es dann zu vielen Spontanheilungen oft schwerster Gebrechen und Gott schenkte Pater Ubald die Gabe der inneren Schau, wer von den anwesenden Personen von Gott geheilt worden war (siehe auch die Zeugnisse: „Gott heilte schwere seelische Wunden aus dem Genozid in Rwanda und schenkte auch viele körperliche Heilungen“ oder „Krebs im Stadium IV  - durch Gebet geheilt“). In seinem Umfeld ereigneten sich auch außerordentlich viele Fügungen (siehe z.B. „Gott füllte mir meine leeren Hände immer wieder zur Hilfe für Menschen in Rwanda“ und "Beispiele, wie Gott bei unseren Hilfsprojekten in Rwanda eingegriffen und geholfen hat"). Pater Ubald ist im Jahr 2021 verstorben.

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